Was ist ein Fehlbildungsultraschall (Zweittrimester-Screening)?
Ein Fehlbildungsultraschall – auch als Zweittrimester-Screening bekannt – ist eine freiwillige Ultraschalluntersuchung, die etwa zur Mitte der Schwangerschaft angeboten wird, typischerweise zwischen der 19. und 21. Schwangerschaftswoche. Der genaue Zeitpunkt der Einladung hängt von deiner Region und deinem Entbindungsort ab. Ziel der Untersuchung ist es, die Organe und die Entwicklung des Babys gründlich zu überprüfen.
Wann findet der Fehlbildungsultraschall statt?
Die offizielle Empfehlung lautet, den Fehlbildungsultraschall zwischen der 19. und 21. Schwangerschaftswochedurchzuführen. Viele werdende Eltern googeln: „Fehlbildungsultraschall - wann?“, aber der Zeitpunkt ist im ganzen Land relativ standardisiert. Dennoch lässt sich nicht genau vorhersagen, wann du eingeladen wirst - das erfährst du erst, wenn die Einladung bei dir eintrifft.
Während der Untersuchung wird auch ein präziserer Geburtstermin festgelegt, der zur Planung der weiteren Vorsorgeuntersuchungen bei der Hebamme verwendet wird.
Was wird beim Fehlbildungsultraschall untersucht?
Im Rahmen des Fehlbildungsultraschalls werden folgende Bereiche genau begutachtet:
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Die Organe des Babys und seine allgemeine Entwicklung
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Die Lage der Plazenta (dies kann für die Geburt eine Rolle spielen)
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Mögliche Fehlbildungen, z. B. ein offener Rücken (Spina bifida) oder fehlende Organe
In einigen Fällen wird festgestellt, dass die Plazenta vor dem Muttermund liegt (Placenta praevia). In der Regel verlagert sich die Plazenta im Verlauf der Schwangerschaft nach oben, sodass zunächst kein Grund zur Sorge besteht. In diesem Fall wird dir einfach eine zusätzliche Ultraschalluntersuchung angeboten, um den weiteren Verlauf zu beobachten.
Gibt es Risiken beim Fehlbildungsultraschall?
Die Untersuchung selbst ist völlig risikofrei.
Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass der Ultraschall keine Garantie für ein vollständig gesundes Baby geben kann. Manche Fehlbildungen, wie bestimmte Herzfehler, sind schwer zu erkennen, andere wiederum sind deutlich sichtbar. Insgesamt liefert die Untersuchung aber eine gute Einschätzung, ob die Entwicklung des Babys normal verläuft. Wenn du also die Rückmeldung bekommst, dass alles unauffällig ist, kannst du beruhigt sein.
Schwangerschaftsabbruch nach dem Fehlbildungsultraschall
In seltenen Fällen zeigt der Ultraschall schwere Fehlbildungen, bei denen Eltern vor die Entscheidung gestellt werden, ob sie die Schwangerschaft fortsetzen möchten oder einen Abbruch in Erwägung ziehen. In solchen Situationen wirst du mit viel Einfühlungsvermögen und professioneller Begleitung unterstützt, damit du die Entscheidung treffen kannst, die für dich richtig ist.
Fehlbildungsultraschall - ein besonderer Moment
Für die meisten werdenden Eltern ist der Fehlbildungsultraschall eine emotionale und schöne Erfahrung. Er markiert den Moment, in dem du bereits die Hälfte der Schwangerschaft erreicht hast. Häufig ist es bei dieser Untersuchung auch möglich, das Geschlecht des Babys zu erkennen – für viele ein spannender und berührender Moment.
Falls ihr das Geschlecht nicht erfahren möchtet, sagt das einfach vorab der Ultraschall-Hebamme.
Versuche, so gut es geht, nicht zu nervös zu sein. Für die allermeisten Eltern wird die Untersuchung ein freudiges und unvergessliches Erlebnis.